Nikolaikirche Dippoldiswalde


Die Nikolaikirche gilt als die älteste Kirche in Dippoldiswalde und ist eine bedeutende dreischiffige Pfeilerbasilika. In Sachsen sind nur sechs Kirchen im Baustil jener Zeit erhalten.

In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts ist das Dorf Dippoldiswalde von Siedlern an der Roten Weißeritz gegründet worden. Die Besiedlung erfolgte vermutlich im Auftrag der Burggrafen von Dohna. In jener Zeit wurde die Kirche, zunächst aus Holz errichtet. Ungefähr 50 Jahre später hat man anstelle der hölzernen Kirche eine Basilika aus Stein errichtet. Die Kirche schmückte man mit einer Darstellung des Heiligen Christopherus. Die Innenwände der Kirche wurden mit Fresken, die Szenen aus der Ostergeschichte und dem Leben des Heiligen Nikolaus darstellen, bemalt.

In den folgende Jahrhunderten hat man die Kirche kaum baulich verändert.

1882/83 wurde die Nikolaikirche unter Leitung des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel (1838-1915) umgebaut. Es wurden neue Decken eingebaut. Man verputzte die Wandflächen neu. Nachdem man die Fresken an der Südseite entdeckt hatte, wurden sie freigelegt und nach damaligen Können konserviert. Leider wurden die Befunde nicht dokumentiert.

Das Äußere der Nikolaikirche ist 1990 saniert worden. In den Jahren 2025/ 26 ist der Innenraum der Nikolaikirche mit Unterstützung der Europäischen Union in Rahmen des Projektes „Göttliche Klänge im Erzgebirge – Božské tóny v Krušnohoří“ in Teilen restauriert worden. Der Altarraum, die Apsis und die Friese an der Südwand konnten gereinigt,gefestigt und neu farbig gefasst werden. Dabei wurde ein in Sachsen einzigartiges Hagioskop entdeckt.


Heute wird die Nikolaikirche für Trauergottesdienste und Trauerfeierlichkeiten genutzt. Im Sommerhalbjahr finden Konzerte in der Kirche statt.



Ansicht Nordwestseite


Ostansicht



Blick in die restaurierte Apsis